Samos YoungArtists Festival

Slavs and Tatars

Die Künstler

Slavs and Tatars sind eine junge Künstlergruppe, die sich 2006 zusammengeschlossen haben.

Sie bezeichnen sich selbst als: „a faction of polemics and intimacies devoted to an area east of the former Berlin Wall and west of the Great Wall of China known as Eurasia“. Die Künstler kommen also im weitesten Sinne aus „Eurasien“. Und ihr Name – Slavs and Tatars – mache sie zu ihrem Leitmotiv: Wenn sie auch ihre Herkunftsländer im einzelnen nicht bekannt geben möchten, so ist eine Zugehörigkeit zu den Bevölkerungsgruppen der Slawen und der Tataren programmatisch für ihre Arbeiten. Sie stellen die vergessene Einflusssphäre zwischen Slawen, Kaukasiern und Zentralasiaten in den Fokus ihres Schaffens und möchten zusammen bringen, was auf den ersten Blick unvereinbar scheint.

Die Arbeiten des Kollektivs umfassen verschiedenste Medien.

Publikationen:

Kidnapping Mountains (Book Works, 2009),

Love Me, Love Me Not: Changed Names (onestar press, 2010),

Not Moscow Not Mecca (Revolver/Secession, 2012),

Khhhhhhh (Mousse/Moravia Gallery, 2012)

Übersetzung der legendären Satire über Aserbaidschaner Molla Nasreddin: the magazine that would’ve, could’ve, should’ve (JRP-Ringier, 2011).

Ausgestellt waren ihre Arbeiten unter anderem in der Tate Modern, auf der 10. Biennale von Sharjah, der 8. Biennale von Mercosul, der 3. Biennale von Thessaloniki und der 9. Biennale von Gwangju. Nachdem sie die letzten fünf Jahre vorwiegend zwei Zyklen gewidmet hatten, zum einen einer Huldigung an die Komplexität des Kaukasus (Kidnapping Mountains, Molla Nasreddin, Hymns of No Resistence) und dem unwahrscheinlichen Erbe zwischen Polen und Iran (Friendship of Nations: Polish Shi’ite Showbiz, °79.89.09) waren sie mit ihrem dritten Zyklus The Faculty of Substitution über den mystischen Protest und die revolutionäre Rolle des Heiligen und des Synkretismus, auf den Gruppenausstellungen im Leipziger GfZK und auf der New Museum Triennale vertreten sowie mit Einzelausstellungen in der Wiener Secession (Not Moscow Not Mecca), im MoMA, New York, (Beyonsense) und der Moravia Gallery in Brno (Khhhhhhh). Ihre Arbeit Friendship of Nations: Polish Shi’ite Showbiz ist noch bis zum 24. März 2013 im REDCAT, Los Angeles, zu sehen, vom 12. April bis zum 26. Mai 2013 dann im Presentation House, Vancouver.