Samos YoungArtists Festival

SUMMER EXHIBITION

AUSTELLUNGSERÖFFNUNG
4. August

Ausstellung
vom 5. August bis 15. Oktober

 

 

Yannis Behrakis, Tania Boukal, Róza El-Hassan, Ninar Esber, Mahdi Fleifel, Marina Gioti, Sallie Latch, Giorgos Moutafis, Juice Rap News

und Diller Scofidio & Renfro, Mark Hansen, Laura Kurgan, und Ben Rubin in Zusammenarbeit mit Robert Gerard Pietrusko und Stewart Smith nach einer Idee von Paul Virilio

Curated by Katerina Gregos

Art Space Pythagorion Samos freut sich die Sommer-Ausstellung A World Not Ours anzukündigen. Die Ausstellung entleiht ihren Titel dem gleichnamigen Film, vom Regisseur Mahdi Fleifel (2012) produziert . Dieser hat wiederum den Titel einem Buch des palestinensischen Autors Ghassan Kanafani (1936-72) entnommen.

 

Im Film wird ein Portrait über drei Generationen  im Flüchtlingslager Ein el-Helweh, im Süden des Libanon im Exil gezeichnet. Während das Buch Diaspora die Suche nach Identität beschreibt.

 

Die Ausstellung findet nun an einen Ort statt, der 2015 zum Mittelpunkt der beginnenden Flüchtlingskrise wurde. Größten Teils hervorgerufen durch den Bürgerkrieg in Syrien. Samos ist eine der Griechischen Inseln (zusammen mit Lesbos und Kos), die in direkter Nähe zur Türkischen Küste liegen. Hier spielte sich eine humanitäre Tragödie an den Küsten der Region ab.

 

Es liegt auf der Hand, daß eine Kunstausstellung in dieser Region diese menschliche Katastrophe mit einbezieht. Sie ist unübersehbar auf der Insel und stellt Europa vor eine Thematik, die bisher nicht bewältigt ist.

 

Den Mittelpunkt der  Ausstellung bilden die Flüchtlingskrise und die unfreiwillige Migration.  Eine Gruppe von Künstlern, Fotografen und Aktivisten präsentieren Reaktionen, Reflektionen und Einblicke in dieses Thema: Unterschiedliche Darstellungsformen wie Installationen, Performance, Fotografie, Film, Video und Foto- Journalismus. Dabei gehen die Darsteller   über eine einseitige und standardisierte Medien-Repräsentation  der Krise hinaus und machen die komplexen Zusammenhänge eines der größten Probleme unserer Zeit transparent.

 

Konzentrierte Ansätze, die von  Aktionismus und direkter teilnahme bis zu Poesie und Metaphorik reichen, stellen eine gezielte Betrachtung der forcierten Migration dar. Die Erfahrung der Heimatlosigkeit, der ständigen Unsicherheit und des existentiellen Schwebezustandes sind Bestandteil dieser Entwurzelung.

 

Die ausgestellten Arbeiten sind das Ergebnis einer tief gehenden und langen  Auseinandersetzung basierend auf der  Arbeit vor Ort und Erfahrungen aus erster Hand. Sie vermitteln echtes Einfühlungsvermögen und ernsthafte Motivation, ganz im Gegensatz zu dem was Tirhad Zalghadr „Poornography“ genannt hat:  Bilder die Armut und Unsicherheit zeigen werden benutzt, um spektakuläre Inhalte in Medien und Kunst zu transportieren. In der Zeitgenössischen Kunst hat die Flüchtlingskrise unglücklicherweise Opportunismus erzeugt. Oft  wird hier Betroffenheit vermittelt, indem man oberflächliche Einzeiler  und Publicity für sich selbst produziert.

 

Diese Ausstellung präsentiert jedoch Künstler, die sich für eine nuancierte  Art des Arbeitens entschieden haben mit Inhalten die oft unbemerkt bleiben. Sie arbeiten mit Diskretion, Nachdenklichkeit und Wohlwollen. Viele der Aussteller kommen aus dem Mittleren Osten oder Süd-Ost Europa, aus Ländern die selbst Krieg, Trauma, Exodus und Labilität erfahren haben.

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